26. November

Neuartiges Coronavirus: Infos für Leberkranke, Links und Anlaufstellen

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu Covid-19 und Lebererkrankungen. Die Situation bleibt dynamisch. Wir aktualisieren diese Rubrik regelmäßig, wenn wir hierzu Neuigkeiten erfahren.

26. November 2020: Haben Leberkranke ein höheres Risiko von schweren Covid-19-Verläufen? Dies scheint hauptsächlich von der Schwere der Lebererkrankung und eventuellen Begleiterkrankungen abzuhängen. Eindeutig gefährdet sind Zirrhosepatienten, dies gilt umso mehr bei fortgeschrittener Zirrhose. Patienten mit nicht-alkoholischer Fettleber haben oft Begleiterkrankungen wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas, welche bekannte Risikofaktoren bei Covid-19 sind. Ob eine alleinige Fettleber auch ein Risikofaktor sein könnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Patienten mit Alpha-1-Antitrypsinmangel sind oft zusätzlich lungenkrank und haben daher vermutlich ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Bei Lebertransplantierten wird das Risiko schwerer Verläufe nicht mehr ganz so hoch eingeschätzt wie vor einigen Monaten, dennoch sollten diese sich bei einer Covid-19-Erkrankung fachärztlich beraten lassen und ggf. frühzeitig in eine Klinik begeben. Das Robert-Koch-Institut nimmt mittlerweile keine offizielle Einstufung in „Risikogruppen“ mehr vor, sondern listet verschiedene Faktoren wie höheres Alter sowie Grunderkrankungen (auch der Leber) als mögliche Risikofaktoren auf – ob jemand ein Risikopatient sei, müsse jedoch im Einzelfall ggf.  arbeitsmedizinisch untersucht werden. Wenn Leberkranke einen schweren Covid-19-Verlauf haben, steht meist die Sorge um die Lunge im Vordergrund. Inwieweit Covid-19 auch die Leber belastet, wird noch erforscht. Eine Leberzirrhose kann unter Covid-19 dekompensieren; dieses Risiko kennt man auch von der Influenza und anderen Virus- und Bakterieninfektionen. Bei Lebererkrankungen im Frühstadium ist der Einfluss von Covid-19 auf die Leber noch nicht geklärt. Bei schweren Covid-19-Verläufen werden häufiger auch erhöhte Leberwerte beobachtet, wenn die Betroffenen keine Vorerkrankung der Leber hatten; nach der Genesung bilden sich Leberwerte in der Regel bei diesen Betroffenen wieder zurück.

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Erkrankung COVID-19 breitet sich weiterhin auf dem ganzen Globus aus. Auch in Deutschland sind die Fallzahlen und Klinikeinweisungen seit dem Herbst wieder erheblich angestiegen. Während ein Teil der Betroffenen nur geringe Symptome aufweist, ist von zahlreichen klinisch schweren Verläufen bis hin zu Todesfällen berichtet worden, aber auch möglicherweise bleibenden Gesundheitsschäden nach sogenannten „milden Verläufen“.

Wie man mittlerweile weiß, gefährdet SARS-CoV-2 nicht nur die Lunge: Andere Organe wie die Nieren, das Herz und das Gehirn können ebenfalls geschädigt werden.

Bei Lebererkrankungen scheinen in erster Linie Menschen ge­fährdet zu sein, deren Organ schon stärker geschädigt ist. Zirrhosepatienten sind besonders bedroht, und das Sterberisiko wächst bei dekompensierter Zirrhose. Atemversagen ist auch für Leberpatienten die häufigste Todesursache bei COVID-19, doch es wurden auch einige Todesfälle durch Leberversagen berichtet.

Erkannt wurde weiterhin, dass Blutgerinnsel bei schweren Krankheitsverläufen offenbar eine wichtige Rolle spielen. Blutverdünnende Mittel werden daher bei schweren Verläufen regelmäßig eingesetzt. Bei tödlichen Verläufen ist Atemversagen die häufigste Ursache; mitunter können jedoch auch Herzinfarkte und Schlaganfälle entstehen, die ebenfalls lebensgefährlich sind.

Häufig ist das Virus nach wenigen Wochen nicht mehr messbar und Betroffene werden als „genesen“ eingestuft. Es mehren sich jedoch Hinweise, dass einige dieser Menschen noch lange nicht gesund sind. Trotz negativem Virustest erleben diese mitunter noch Monate später weiterhin Atemnot, Übelkeit, Schwäche und chronische Erschöpfung. Möglich ist dies auch für Menschen nach sogenannten „milden“ Verläufen. Der Genesungsprozess kann dennoch, wenn auch verlangsamt, weiterlaufen. Ob einige Menschen dauerhaft Folgen von der Infektion zurückbehalten, ist noch nicht eindeutig geklärt.

Die genauen Ursachen für solche bleibenden Symptome sind noch nicht erkannt und werden erforscht. Diskutiert werden sowohl bleibende Zellschädigungen z.B. in der Lunge oder im Gehirn, welche ggf. durch überschießende Immunreaktionen verursacht sein könnten. Ebenfalls diskutiert wird die Rolle der o.g. Blutgerinnsel, die durch die Infektion entstehen können und möglicherweise langfristige Schäden verursachen können.

Diese Zusammenhänge werden künftig auch wissenschaftlich untersucht. Hierzulande startet die COVIDOM-Studie, welche die Folgesymptome und Nachwirkungen von COVID-19-Erkrankungen untersucht. In den USA hat die Open Medicine Foundation ebenfalls ein Forschungsprojekt zu diesem Thema begonnen.

 

Erste Impfstoffe erwartet

Im November 2020 erklärten drei Herstellerfirmen, dass ihre neuartigen Impfstoffe in bis zu 90 – 95% der Fälle einen Immunschutz erreichten und gut vertragen worden seien. Diese Zahlen stimmen zuversichtlich, sind jedoch vorläufig und die Studiendaten noch nicht voll veröffentlicht. Bis zum 26. November 2020 gab es noch keine offiziellen Stellungnahmen in der Hepatologie, ob – und wann – sich chronisch Leberkranke gegen das Coronavirus impfen lassen sollten. Offen war die Frage insbesondere bei Zirrhosepatienten: Einerseits sind diese besonders durch Covid-19 gefährdet, andererseits liegen noch keine Daten vor, wie wirksam und sicher die neuartigen Impfstoffe speziell in dieser Gruppe sind. Wir verfolgen die aktuelle Entwicklung und Diskussion aufmerksam weiter. Wenn es offizielle Stellungnahmen oder Empfehlungen in der Hepatologie gibt, berichten wir Ihnen schnellstmöglich an dieser Stelle.

Erste Impfungen könnten ab Mitte Dezember 2020 erfolgen. Trotz bereits angelaufener Produktion und dem Aufbau von Impfzentren werden die ersten Impfstoffe zunächst nur begrenzt verfügbar sein. Voraussichtlich kann eine Impfung daher zu Beginn nur Personen angeboten werden, die ein besonders hohes Infektionsrisiko oder Risikofaktoren für schwere Krankheitsverläufe haben. In den kommenden Monaten soll die Verfügbarkeit der Impfstoffe weiter ausgebaut werden. Die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfungen wird dabei fortlaufend weiter überwacht.

 

Kein Zweifel mehr: Masken schützen!

Wesentlich klarer geworden ist der Nutzen von Schutzmasken, deren Effektivität bei Selbst- und Fremdschutz im März noch umstritten war: Wie man inzwischen weiß, können selbst einfache Behelfsmasken das Risiko einer Ansteckung wesentlich reduzieren. Das neuartige Virus wird häufig über Aerosole übertragen, kann also in schwebenden Tröpfchen in der Luft längere Zeit überdauern und eingeatmet werden. Das Gewebe von Masken ist zwar nicht dicht genug, um Viren direkt zu blockieren, allerdings können sie Tröpfchen in der Luft abhalten. Da Viren nicht frei in der Luft schweben, sondern in der Regel an Tröpfchen gebunden sind, sind Mund-Nasen-Schutzmasken sehr wirkungsvoll.

Mittlerweile gibt es beeindruckende Fallberichte, wie erfolgreich Masken vor einer Infektion schützen. In einem Café in Südkorea steckte eine einzige Besucherin 27 Gäste an, die wiederum rund drei Dutzend weitere Menschen infizierten. Die Besucherin saß unter einer Klimaanlage, welche ihre ausgeatmeten Aerosole im ganzen Raum verteilte. Verschont blieben jedoch die vier Mitarbeiter des Cafés, die Masken trugen. Welche Art von Masken dies war, ist nicht bekannt. In einem anderen Fall konnten Masken wohl einen größeren Ausbruch verhindern: Zwei Friseurangestellte in den USA hielten ihre COVID-19-Symptome zunächst für eine einfache Erkältung und schnitten über acht bis zehn Tage weiter die Haare. Sowohl Kunden als auch die Angestellten trugen dabei jedoch wie vorgeschrieben ihre Masken. Meist waren dies Behelfsmasken aus Stoff oder einfache Chirurgiemasken, in einigen Fällen auch N95-Masken (FFP2). Keiner der 139 Kunden scheint angesteckt worden zu sein, wie die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC berichtete. In ihrem privaten Umfeld (wo keine Masken getragen wurden) steckte eine der beiden Angestellten dagegen vier Menschen an.

 

COVID-19 und Lebererkrankungen

COVID-19 war auch ein heiß diskutiertes Thema des europäischen EASL-Leberkongresses vom 27. bis 29. August 2020. Die ursprünglich für April in London geplante Veranstaltung wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt und Ende August als Online-Veranstaltung nachgeholt. Die wichtigsten neuen Erkenntnisse in Kurzform:

  • Eine Sorge hat sich bestätigt: Zirrhosepatienten sind eine Hochrisikogruppe für schwere COVID-19-Verläufe.
  • Halbe Entwarnung: Lebertransplantierte stecken sich häufiger mit dem Coronavirus an, scheinen aber nicht deutlich öfter schwer zu erkranken als die Allgemeinbevölkerung.
  • Keine übertriebene Angst vor Immunsuppressiva: Dies gilt sowohl für Lebertransplantierte als auch Patienten mit autoimmuner Hepatitis und anderen Erkrankungen.
  • Patienten mit Fettlebererkrankungen haben häufiger schwere COVID-19-Verläufe. Dies liegt zum einen an häufigen Begleiterkrankungen wie Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck. Zudem wird diskutiert, ob die Fettleber selbst einen Einfluss haben könnte.

Im August haben die europäischen Fachverbände EASL und ESCMID auch ihre Empfehlungen für COVID-19 bei Lebererkrankungen aktualisiert. Diese nehmen detailliert zu einzelnen Lebererkrankungen und COVID-19 Stellung, soweit inzwischen Informationen vorliegen. Für einige Erkrankungen fehlen entsprechende Daten noch.

 

Nicht jede Lebererkrankung erhöht das Risiko

Wie EASL und ESCMID feststellen, erhöht nicht jede chronische Lebererkrankung das Risiko, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren oder einen schweren Verlauf zu haben: Dies hängt eher von der Schwere der Lebererkrankung oder ihren Begleit­umständen ab.

Das Robert Koch-Institut (RKI) listet verschiedene Risikofaktoren für schwere Covid-19-Verläufe auf: Neben höherem Lebensalter, Adipositas und Rauchen nennt das RKI dabei auch Grunderkrankungen verschiedener  Organe wie Herz, Lunge, Niere und Leber. Allerdings nimmt das RKI keine generelle Einstufung in Risikogruppen mehr vor. Aufrund der Komplexität der verschiedenen Faktoren ist laut RKI „eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich. Vielmehr erfordert dies eine individuelle Risikofaktoren-Bewertung, im Sinne einer (arbeits-)medizinischen Begutachtung.“ (Stand 29.10.2020)

 

COVID-19 und nicht-alkoholische Fettleber­erkrankungen (NAFLD)

Bei Patienten mit nicht-alkoholischen Fettlebererkrankungen sieht man häufiger schwere Verläufe, und mitunter scheinen diese länger ansteckend zu sein.

Eine Analyse aus China mit 202 Fettleberpatienten zeigte, dass diese häufiger an Atemnot und Sauer­stoffmangel litten und auch radiologische Bilder der Lunge ungünstiger aussahen, als bei Menschen ohne Fettleber.

Es ist zurzeit noch nicht unterscheidbar, ob die Fettleber allein schon ein Risikofaktor ist oder ob dies eher an Begleiterkrankungen liegt: Viele Fettleberpatienten sind älter und leiden gleichzeitig an einem metabolischen Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck und Insulinresistenz. All dies sind bekannte Risikofaktoren für schwere COVID-19-Verläufe.

Komplikationen wurden jedoch auch häufiger bei jüngeren Fettleberpatienten gesehen, die keinen Diabetes hatten. Andererseits scheinen aber einige typische Genveränderungen, die man eher bei Fettleberpatienten findet, nicht das Risiko bei COVID-19 zu erhöhen (vgl. Lebenszeichen 2/2020).

Es bleiben in diesem Bereich also noch viele Fragezeichen. Dass Begleiterkrankungen ein Risikofaktor sind, ist klar. Ob die Fettleber an sich vielleicht ebenfalls einen unabhängigen Risikofaktor darstellt, wird nun aber intensiver diskutiert als noch vor einigen Monaten.

Was sollten NAFLD-Patienten beachten? Falls Sie an Begleiterkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Übergewicht leiden, sorgen Sie dafür, dass diese möglichst optimal eingestellt sind. Medikamente gegen Bluthochdruck sollten weiter wie vorgeschrieben eingenommen werden; derzeit gibt es keine Hinweise, dass diese Mittel bei COVID-19 von Nachteil sind.

Die Corona-Krise schafft leider Voraussetzungen, die Übergewicht und Fettleber begünstigen: Soziale Isolation, schlechte Stimmung und langes Sitzen zu Hause verführen auch dazu, mehr süße und fettige Snacks zu konsumieren. Vermeiden Sie es, sich große Vorräte an Snacks anzulegen. Achten Sie auf Ihre Ernährung und versuchen Sie, sich ausreichend zu bewegen; wenn Sie keinen Sport betreiben, gehen Sie spazieren oder machen Sie gymnastische Übungen, soweit Ihnen dies möglich ist und gut tut.

 

COVID-19 und Virushepatitis

Bislang gibt es keine eindeutigen Hinweise, dass eine chronische Virushepatitis B oder C alleine das Risiko für schwere COVID-19-Verläufe erhöht. Wenn bereits eine Zirrhose vorliegt, ist diese jedoch ein Risikofaktor: Dies gilt für Virushepatitis ebenso wie für andere Lebererkrankungen.

Was sollten Patienten mit Virushepatitis beachten? Wenn Sie bereits Hepatitis-Medikamente einnehmen, nehmen Sie diese bitte weiterhin wie vorgeschrieben ein.

Wenn Sie aktuell nicht an COVID-19 leiden und eine antivirale Tablettentherapie gegen Ihre Hepatitis B oder C geplant ist, legen Sie gerne wie geplant los damit!

Hepatitis-B-Patienten werden in Einzelfällen noch mit Peg-Interferon behandelt. Eine Interferon-Therapie sollte laut EASL/ESCMID während der COVID-19-Pandemie lieber nicht gestartet werden: Interferon befeuert das Immunsystem, und es ist nicht klar, wie sich dies im Fall einer COVID-19-Erkrankung auswirkt. Bei schweren COVID-19-Verläufen hat man den Verdacht, dass Überreaktionen des Immunsystems zu den entzündlichen Vorgängen beitragen.

Falls Sie derzeit an COVID-19 leiden, kann der Start einer antiviralen Hepatitis-Therapie meist ein paar Wochen warten, bis Sie wieder genesen sind. In dringenden Fällen kann mit den behandelnden Ärzten im Einzelfall entschieden werden, eine Hepatitis-Therapie auch schon während einer COVID-19-Erkrankung zu starten. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn eine akute oder chronische Hepatitis-B-Infektion zu schweren Entzündungsschüben in der Leber führt.

Eine Hepatitis-B-Infektion kann wieder aktiv werden (reakti­vie­ren), wenn Menschen immunsuppressiv behandelt werden. Dies ist auch bei unauffälliger oder gar „ausgeheilter“ Hepati­tis B möglich, da das Virus seine DNA dauerhaft im Kern der Leberzellen hinterlässt. Falls eine schwere COVID-19-Erkrankung mit Immunsuppressiva behandelt wird (z.B. Cortico­steroide, Tocilizumab u.Ä.), sollte eine Hepatitis-B-Infektion ggf. vorsorglich mit antiviralen Medikamenten mitbehandelt werden.

Generell mahnt EASL, trotz Corona-Krise am WHO-Ziel festzuhalten, Hepatitis B und C bis zum Jahr 2030 einzudämmen. Hierfür sollten Test- und Behandlungsangebote für Hepatitis-B- und -C-Patienten weiterhin aufrechterhalten werden.

 

COVID-19 und cholestatische/autoimmune Lebererkrankungen

Für Patienten mit cholestatischen Erkrankungen PBC, PSC und IgG4-Cholangitis sind derzeit keine speziellen Aussagen zum Verlauf von COVID-19 möglich: Auch die Fachverbände EASL und ESCMID weisen darauf hin, dass hier ein Mangel an Daten herrscht. Für alle Patienten mit autoimmunen Lebererkrankungen empfehlen sie jedoch eine Impfung gegen Grippe und Pneumokokken.

Ausführlicher nehmen die Fachverbände Stellung zur autoimmunen Hepatitis. Viele AIH-Patienten sind besorgt, mit ihren Immunsuppressiva vermeintlich ihre Abwehr gegen COVID-19 zu schwächen. In der Regel ist es klüger, die Immunsuppressiva unverändert weiter einzunehmen, so EASL/ESCMID. Dies gilt insbesondere für AIH-Patienten, die nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind.

Nur bei bestimmten Komplikationen sei es sinnvoll, überhaupt über eine Dosisreduktion nachzudenken. Ein solcher Fall kann vorliegen, wenn die Medikamente einen Mangel an Lymphozyten verursachen oder wenn schwer kranke COVID-19-Patienten zusätzlich eine Bakterien- oder Pilzinfektion erleiden. Auch hier muss die Entscheidung jedoch im Einzelfall mit erfahrenen Fachärzten gefällt werden. Ein komplettes Absetzen der Immunsuppressiva wird auch dann nicht empfohlen, da sonst die AIH wieder aufflammen und mitunter sehr schwer verlaufen kann.

Freund oder Feind? Die Rolle von Immunsuppressiva bei COVID-19 ist noch nicht abschließend geklärt. Bei schwer kranken COVID-19-Patienten, welche eine Sauerstofftherapie benötigen oder künstlich beatmet werden, können Immunsuppressiva Leben retten und verlängern. Gezeigt wurde dies für Dexamethason und Hydrokortison (Studie aus Jena).

Andererseits gibt es Sorge, dass Menschen, die bereits Cortico­steroide in hoher Dosis einnehmen, ggf. infektanfälliger sind und eher einen schweren COVID-19-Verlauf erleiden könnten. Daher empfehlen die Fachverbände, bei AIH bevorzugt Budesonid statt Prednisolon als Ersttherapie einzusetzen, soweit dies aufgrund des Erkrankungsverlaufs möglich ist oder diese keine Kontraindikation durch eine Zirrhose haben.

Wenn Patienten unter Corticosteroiden an COVID-19 erkranken, sollte dennoch eine ausreichende Dosis aufrechterhalten werden, um eine Nebennieren-Insuffizienz zu verhindern.

Nachdem es im Juni Erfolgsmeldungen zum Immunsuppressivum Dexamethason bei COVID-19 gab, könnten sich einige AIH-Patienten fragen: Wäre es besser, wenn ich dieses Medikament bekäme? So einfach ist es jedoch nicht: Eine Hochdosistherapie mit Steroiden zeigte ihre positiven Effekte bisher nur bei schwer kranken COVID-19-Patienten, die auf der Inten­siv­station Sauerstoff erhielten oder beatmet wurden. Daher empfehlen auch EASL und ESCMID, nur in solchen klinisch schweren Fällen auf Dexamethason (bzw. andere Medikamente) zu wechseln oder dieses zur AIH-Therapie hinzuzunehmen.

Die Impfempfehlungen für Grippe und Pneumokokken gelten auch für AIH-Patienten.

 

COVID-19 und alkoholbedingte Leberkrankheiten

Alkoholsucht ist ein Teufelskreis, der auch vor COVID-19 nicht Halt macht. So sind Menschen mit chronischem Alkoholmissbrauch deutlich gefährdeter, bei COVID-19 eine schwere Atemwegserkrankung zu entwickeln. Andererseits führt die Corona-Krise vermehrt zu sozialer Isolation, Depressionen und Ängsten – was wiederum zu erhöhtem Alkoholkonsum führen kann.

Insbesondere wenn die Corona-Krise (wieder) zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens führt, rechnen die Fachverbände mit mehr Komplikationen durch Alkohomissbrauch: Sowohl während als auch nach Phasen der sozialen Isolation sei zu erwarten, dass mehr Patienten mit dekompensierter Alkoholzirrhose oder schwerer akuter Alkoholhepatitis auf den Intensivstationen landen.

Hochdosierte Corticosteroide sollen bei COVID-19 nur bei schweren Verläufen eingesetzt werden; andererseits werden sie mitunter bei akuter Alkoholhepatitis eingesetzt. Dieses Dilemma sollte bedacht und im Einzelfall entschieden werden, wenn bei Patienten mit akuter Akoholhepatitis über eine solche hochdosierte Steroidtherapie nachgedacht wird.

Verschärft wird der Alkoholmissbrauch auch durch Fehlinformationen im Internet, dass Alkohol vermeintlich gegen SARS-CoV-2 schütze. EASL und ESCMID weisen Ärzte darauf hin, dieses falsche Gerücht auf dem Schirm zu haben und ihre Patienten bei Bedarf aufzuklären.

 

COVID-19 und Leberzirrhose

Zirrhosepatienten werden von der Corona-Krise gleich doppelt getroffen: Zum einen sind sie stärker durch schwere und tödliche Verläufe von COVID-19 gefährdet, zum anderen ist möglicherweise die regelmäßige Betreuung ihrer schweren Lebererkrankung nur eingeschränkt möglich.

Auf dem digitalen EASL-Kongress stellte der britische Arzt Dr. Thomas Marjot Zahlen vor, welche die Gefährdung für Zirrhosepatienten noch einmal verdeutlichten. Die Daten waren aus dem SECURE-Cirrhosis Registry und dem COVID HEP Registry gesammelt. Von 1.027 Leberkranken mit COVID-19 hatten 506 eine Zirrhose. Bei fast der Hälfte der Zirrhosepatienten (46%) gab es mindestens ein Ereignis, bei dem sich die Leberfunktion verschlechterte – meist ein Wasserbauch (Aszites) oder eine Hirnfunktionsstörung (Hepatische Enzephalopathie). Je weiter die Zirrhose vorangeschritten war, desto höher waren die Risiken von COVID-19. Bei dekompensierter Zirrhose (Child-Pugh C) und COVID-19 verließ nur jeder fünfte Patient die Intensivstation wieder lebend; wenn eine Beatmung nötig wurde, überlebte nur jeder zehnte.

Über zwei Drittel der Todesfälle (71%) waren durch die Lungenentzündung bedingt, 19% durch Leberkomplikationen und 5% durch Herzversagen.

Dies zeigt, dass Zirrhosepatienten in der Corona-Krise eine besonders schutzbedürftige Risikogruppe sind.

Die Fachverbände EASL und ESCMID empfehlen eindringlich: „Es sollte alles versucht werden, um Patienten mit Zirrhose bestmöglich und leitliniengerecht zu behandeln.“

Zirrhosepatienten, welche sich mit SARS-CoV-2 infizieren, haben ein hohes Risiko von schweren Verläufen. Das größte Risiko droht auch hier von der Lunge her, denn wenn es zum Tod kam, war meist Atemversagen der Grund. Es gibt jedoch auch bestürzend viele Betroffene, deren Zirrhose unter COVID-19 dekompensiert.

Aus diesem Grund gilt: Jeder Zirrhosepatient, dessen Leberfunktion sich plötzlich verschlechtert, sollte dringend auch auf SARS-CoV-2 getestet werden – selbst wenn es keine Anzeichen von Atemnot oder anderen Lungenproblemen gibt. Zudem sollten alle Zirrhosepatienten mit COVID-19 zügig in eine Klinik eingeliefert werden.

Wichtig ist in Kliniken, dass sich die Wege von Menschen mit und ohne COVID-19 nicht kreuzen. Dies gilt umso mehr für Le­berpatienten, die mit Zirrhosekomplikationen in die Klinik müssen.

Bei bestimmten Zirrhosekomplikationen wie z.B. Varizenblutungen werden mitunter gefäßverengende Medikamente (Vasokonstriktoren) eingesetzt. Diese sind jedoch bei schwerer COVID-19-Erkrankung sehr heikel, weil sie die Herz- und Lungenfunktion zusätzlich beeinträchtigen können. EASL und ESCMID raten daher zu großer Vorsicht mit solchen Mitteln, wenn Patienten sowohl aufgrund von Zirrhose als auch COVID-19 ernst erkrankt sind.

Auch bei Zirrhosepatienten werden Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken empfohlen.

 

COVID-19 und Lebertransplantation

Patienten auf der Warteliste zur Lebertransplantation haben in der Regel eine weit fortgeschrittene Leberzirrhose und sind daher stark gefährdet.

Die Zahl der Lebertransplantationen ist während der Corona-Krise weltweit zurückgegangen. Ob eine SARS-CoV-2-Infektion bei einer Transplantation übertragen werden kann, ist unklar. Grundsätzlich ist das Komplikationsrisiko hoch, wenn Menschen nach bzw. bei großen chirurgischen Eingriffen mit dem neuen Coronavirus infiziert werden. Zur Sicherheit werden daher sowohl Spender als auch Empfänger auf das Virus getestet. Zudem sollten Einverständniserklärungen nun auch einen Passus zu Risiken durch SARS-CoV-2 enthalten.

Leberlebendspenden sollten während der Pandemie nur in Einzelfällen durchgeführt werden, nachdem die Risiken sowohl für Lebendspender als auch Empfänger eingehend erörtert wurden.

Wenn Menschen bereits transplantiert sind, gelten ähnliche Empfehlungen zur Immunsuppression wie bei autoimmunen Lebererkrankungen: Die Fachverbände raten von Dosisreduktionen ab, solange keine spezifischen Komplikationen dies notwendig machen (z.B. Lymphopenie, Bakterien- oder Pilzinfektionen); selbst dann ist dies eine Einzelfallentscheidung, die gemeinsam mit Fachärzten getroffen werden muss.

Viele Lebertransplantierte haben verständlicherweise große Sor­gen bezüglich COVID-19. EASL und ESCMID weisen darauf hin, dass sich dies negativ auf die Medikamenteneinnahme sowie das Wahrnehmen von Überwachungsterminen auswirken kann. Aktuelle Daten scheinen für Lebertransplantierte jedoch beruhigender zu sein als für Zirrhosepatienten. Demnach haben Lebertransplantierte zwar eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, da ihr Immunsystem durch die Medikamente heruntergefahren ist. Anders als Daten aus dem COVID-HEP Registry zunächst nahelegten, steht aber inzwischen in Frage, ob der Verlauf von COVID-19 bei Lebertransplantierten tatsächlich schlechter ist als in der Allgemeinbevölkerung: Dies erklärte Prof. Thomas Berg, Leipzig, auf der Pressekonferenz des digitalen EASL-Kongresses. Wiederholt wurde diese beruhigende Aussage auch auf dem EASL-Symposium „COVID-19 and the Liver“ am 29. August.

Dennoch empfehlen die Fachverbände EASL und ESCMID, auch Lebertransplantierte mit COVID-19 zügig in eine Klinik einzuweisen. Bestimmte Faktoren könnten auch bei Lebertransplantierten das Risiko von schweren COVID-19-Verläufen erhöhen, wie z.B. noch unentdeckte Krebserkrankungen, Sarkopenie, eingeschränkte Funktion des transplantierten Organs oder metabolische Begleiterkrankungen. Wie der Einfluss dieser Faktoren im Einzelnen ist, wird jedoch noch erforscht.

Wechselwirkungen zwischen Immunsuppressiva und Medikamenten gegen COVID-19 sind möglich. Falls Lebertransplantierte aufgrund einer schweren COVID-19-Erkrankung zusätzliche Arzneimittel erhalten (auch experimentelle Therapien), sollten die Wirkstoffspiegel ihrer Immunsuppressiva im Blut sorgfältig überwacht werden.

Für Lebertransplantierte gelten die gleichen Impfempfehlungen gegen Grippe und Pneumokokken wie für Zirrhose­patienten.

 

COVID-19 und Leberzellkrebs (HCC)

Laut EASL und ESCMID ist noch nicht geklärt, wie sich Leberzellkrebs auf den Verlauf von COVID-19 auswirkt. Höheres Alter, männliches Geschlecht und Begleiterkrankungen scheinen das Sterberisiko durch COVID-19 eher zu erhöhen als verschiedene Krebstherapien, so die Fachverbände. Die Behandlung von Leberzellkrebs sollte möglichst weiter wie in den Leitlinien vorgegeben durchgeführt werden.

Tumorkonferenzen finden weiterhin statt, sodass Spezialisten aus Onkologie, Chirurgie, Radiologie sich bei allen Patienten darüber abstimmen können, welche Therapiemethoden am aussichtsreichsten sind.

Vorsorgeuntersuchungen auf Leberzellkrebs sollten wieder regelmäßig und in vollem Umfang stattfinden. Dies betrifft alle Patienten mit chronischen Lebererkrankungen und insbesondere solche mit bereits vorhandener Leberzirrhose.

 

Verschiedene Leber-Untersuchungen und COVID-19-Risiko

Das Coronavirus kann im Rahmen von endoskopischen Untersuchungen übertragen werden. Daher empfehlen die Fachverbände entsprechende Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung, einschließlich eines Mund-Nasen-Schutzes beim durchführenden Personal. COVID-19-Patienten sollten nur in Notfällen endoskopiert werden, z.B. bei Krampfaderblutungen oder bakteriellen Entzündungen der Gallengänge. Dagegen gebe es keinen Grund, Endoskopien aufzuschieben, wenn Patienten virusfrei sind und vor Ort keine starken Einschränkungen durch COVID-19 bestehen. Ähnliches gilt auch für Leberbiopsien, die bei Nichtinfizierten unter solchen Umständen ebenfalls weiter durchgeführt werden sollten.

Bei Ultraschalluntersuchungen z.B. zum HCC-Screening werden im Positionspapier keine speziellen Sorgen erwähnt. Bei Leberpatienten ohne Corona-Infektion sollten diese nur ver­scho­ben werden, falls Praxen/Kliniken zeitlich zu stark ausge­lastet sind oder vor Ort keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wenn ein HCC entdeckt wird. Dies ist in Deutschland allerdings in der Regel kein Problem. Wenn Patienten aktuell an COVID-19 erkrankt sind, können HCC-Screening-Untersuchungen bis nach der Genesung warten.

Komplizierter ist die Frage zu Leberpunktionen bei COVID- 19-Kranken: In Notfällen, wenn dringender Klärungsbedarf besteht, erlaubt das Positionspapier auch dies. Bei der Mehrheit der Betroffenen sei eine Biopsie bei akuter COVID-19-Erkrankung nicht nötig, so EASL und ESCMID. Erstens stehe dann meistens die Behandlung der Viruserkrankung im Vordergrund. Zweitens kann COVID-19 im ganzen Körper und auch in der Leber zu Entzündungsvorgängen führen. Dies könnte auch das Aussehen von Leberbiopsien verändern, sodass die Ursachensuche nach anderen Erkrankungen dadurch erschwert werde.

 

Ausblick

Das Coronavirus wird uns noch längere Zeit begleiten. Mittlerweile hat es einen enormen Wissenszuwachs in der Medizin gegeben. Kliniken sind mittlerweile in der Lage, COVID-19-Patienten deutlich besser zu versorgen als im Frühjahr. Verschiedene bereits zugelassene, kostengünstige und breit verfügbare Arzneimittel (z.B. Heparine/Blutverdünner, Corticosteroide wie z.B. Dexamethason oder Blutdrucksenker) werden auch für COVID-19 untersucht und sind in bestimmten Situationen eindeutig hilfreich. Impfstoffe werden aktuell in Zulassungsstudien untersucht; Pressemeldungen der Hersteller berichten von Zwischenergebnissen, die auf eine hohe Wirksamkeit und gute Verträglichkeit hinweisen. Die Ergebnisse sind jedoch noch vorläufig und bislang nur in Form von Pressemeldungen veröffentlicht. Die vollständigen Studiendaten sind bisher nicht publiziert und die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit wird weiter erforscht. In der Hepatologie gibt es bis zum 25. November noch keine offizielle Stellungnahme zur Impfung bei chronisch Leberkranken. Wir rechnen damit, dass es in naher Zukunft hierzu erste Aussagen auch von hepatologischer Seite geben wird. Erste Impfungen könnten ab Mitte 2020 Dezember erfolgen. Da die Menge der Impfstoffe zunächst nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung ausreichen wird, ist zu erwarten, dass die Verteilung zentral geregelt wird und Bevölkerungsgruppen mit dem höchsten Infektions- oder Erkrankungsrisiko bevorzugt werden (z.B. medizinisches Personal, chronisch Kranke mit besonders hohen Risikofaktoren u.a.).

Bis Impfstoffe breit verfügbar sind, bleibt es wichtig, sich gegen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus so gut wie möglich zu schützen. Insbesondere Menschen mit Zirrhose oder metabolischen Begleiterkrankungen sind gefährdet. Die offiziellen Empfehlungen zum Infektionsschutz wie Händehygiene, Abstandsregeln und Maskenpflicht können das Ansteckungsrisiko erheblich senken und sollten bestmöglich eingehalten werden.

Gerade bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen versuchen Sie, wichtige Arzttermine für Ihre Versorgung und Behandlung dennoch möglichst wahrzunehmen. Wenn Sie verständlicherweise Sorge vor Ansteckung haben, lassen Sie sich in Ihrer Praxis oder Klinik telefonisch beraten, welche Schutzmaßnahmen vor Ort bestehen. Alle Zentren haben ihren Betrieb so umorganisiert, dass Abstand vor Ort möglich ist und Menschen mit Infektionsverdacht durch besondere Bereiche und Abteilungen geschleust werden, ohne dass diese anderen begegnen.

Deutsche Leberhilfe e.V.

Ideale Dauer des Händewaschens: 20 bis 30 Sekunden

Weitere Informationen

Allgemeine telefonische Beratung rund um das Thema SARS-CoV-19 finden Sie unter folgenden Rufnummern:

Tel. 0800/0117722: Unabhängige Patientenberatung Deutschland/Bundesgesundheitsministerium (Mo-Do. 8 bis 18 Uhr, Fr 8 bis 12 Uhr)
Tel. 115 (www.115.de): Einheitliche Behördenrufnummer (Mo-Fr. 8 bis 18 Uhr)
Bei örtlichen Gesundheitsämtern sind zum Teil ebenfalls spezielle Rufnummern geschaltet, die Sie auf den jeweiligen Webseiten dieser Ämter finden.
Aktuell beginnen auch Krankenkassen, eigene Hotlines zur Beratung einzurichten. Diese finden Sie auf den Webseiten der jeweiligen Krankenkasse.
Mit längeren Wartezeiten muss aktuell gerechnet werden.

Wenn Sie befürchten, infiziert zu sein:

Bitte kontaktieren Sie zunächst telefonisch Ihre Hausarztpraxis und lassen Sie sich beraten. Gehen Sie nicht unangemeldet in die Praxis, sondern vereinbaren Sie einen Termin, damit man dort die Ansteckungsrisiken für Personal und andere Patienten minimieren kann. Wenn Ihre Hausarztpraxis nicht erreichbar ist und Sie medizinische Hilfe benötigen, können Sie auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 rund um die Uhr deutschlandweit erreichen.
Bitte wählen Sie nicht (!) den Notruf allein aufgrund eines Infektionsverdachts, damit die Leitung nicht für akut dringende Notfälle blockiert ist (z.B. schwere Atemnot, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Varizenblutungen, Brände).

Aktuelle Informationen zu Schutzmaßnahmen, Verbreitung und Verhalten bei Infektionen finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums (anklickbare Links in roter Schrift):

Robert-Koch-Institut, Übersichtsseite
Robert-Koch-Institut, häufige Fragen zu Covid-19
Bundesgesundheitsministerium, Übersichtsseite
Bundesgesundheitsministerium, rechtliche und praktische Hinweise bei häuslicher Quarantäne (PDF-Datei)

In englischer Sprache bieten auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das europäische ECDC umfassende Informationen:

Weltgesundheitsorganisation (WHO), Übersichtsseite
European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), Übersichtsseite

Um den Verlauf von Covid-19 bei chronischen Leberkrankheiten besser zu verstehen, hat der europäische Fachverband EASL unter https://covid-hep.net/ ein Register eingerichtet. Auch das Europäische Referenznetzwerk für seltene Lebererkrankungen (ERN-RARE LIVER) wird ein solches Register speziell ins Leben rufen.

Wir verfolgen das Geschehen online auf unserer Seite und bleiben per E-Mail erreichbar (beratung@leberhilfe.org sowie lebenszeichen@leberhilfe.org).

Bitte überprüfen Sie auch diese Seite regelmäßig. Wenn es für Leberkranke Neuigkeiten gibt, werden wir diesen Artikel entsprechend aktualisieren.

Ihre Deutsche Leberhilfe e.V.

 

Quellenauswahl:

Tobias Boettler et al.: Impact of COVID-19 on the care of patients with liver disease: EASL-ESCMID position paper after 6 months of the pandemic. JHEP Reports 2020 vol. 2 j 100169. https://easl.eu/news/easl-escmid-position-paper-review/
Open Medicine Foundation: OMF Funded Study: COVID-19 and ME / CFS. 19.05.2020. https://www.omf.ngo/2020/05/19/omf-funded-study-covid-19-and-me-cfs/
M. Joshua Hendrix et al.: Absence of Apparent Transmission of SARS-CoV-2 from Two Stylists After Exposure at a Hair Salon with a Universal Face Covering Policy — Springfield, Missouri, May 2020. Weekly / July 17, 2020 / 69(28);930-932. On July 14, 2020, this report was posted online as an MMWR Early Release. https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6928e2.htm
esanum.de: COVID-19 und Lebererkrankungen. 31.08.2020. https://www.esanum.de/conferences/ilc-2020-der-leberkongress/feeds/today/posts/covid-19-und-lebererkrankungen
EASL. The Digital International Congress. https://ilc-congress.eu/programme-digital-ilc-2020/
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Zuletzt aktualisiert am: 26. Oktober 2020

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