29. Juli

Neuartiges Coronavirus: Infos für Leberkranke, Links und Anlaufstellen

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu Covid-19 und Lebererkrankungen. Die Situation bleibt sehr dynamisch. Wir werden diese Rubrik regelmäßig aktualisieren, wenn wir hierzu Neuigkeiten erfahren.

Update 29. Juli 2020: Bislang ist unklar, ob Leberkranke generell ein höheres Risiko von schweren Covid-19-Verläufen haben. Aktuelle Daten zeigen jedoch, dass Zirrhosepatienten und Lebertransplantierte durch Covid-19 stärker gefährdet sind. Vermutet wird ein erhöhtes Risiko auch bei Leberzellkrebs. Patienten mit nicht-alkoholischer Fettleber haben oft Begleiterkrankungen wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas, welche bekannte Risikofaktoren bei Covid-19 sind. Ob eine alleinige Fettleber auch ein Risikofaktor sein könnte, ist derzeit umstritten. Patienten mit Alpha-1-Antitrypsinmangel sind oft zusätzlich lungenkrank und haben daher vermutlich ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Bei anderen Lebererkrankungen ist diese Frage noch offen. Das Robert-Koch-Institut listet chronisch Leberkranke allgemein als Risikogruppe auf, was wir als Vorsichtsmaßnahme begrüßen. Wenn Leberkranke einen schweren Covid-19-Verlauf haben, steht meist die Sorge um die Lunge im Vordergrund. Inwieweit Covid-19 auch die Leber belastet, wird noch erforscht. Eine Leberzirrhose kann unter Covid-19 dekompensieren; dieses Risiko kennt man auch von der Influenza und anderen Virus- und Bakterieninfektionen. Bei Lebererkrankungen im Frühstadium ist der Einfluss von Covid-19 auf die Leber noch nicht geklärt. Erhöhte Leberwerte wie GOT und GPT werden z.T. auch bei Lebergesunden mit Covid-19 beobachtet, bilden sich aber in der Regel nach der Infektion wieder zurück.

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Erkrankung Covid-19 verbreiten sich weltweit und auch in Deutschland. Abgesagte Veranstaltungen, Maskenpflicht, zeitweise Schließungen von öffentlichen Einrichtungen und Geschäften ebenso wie Ausgangsbeschränkungen sind die Folge; da die Zahl der Infektionen derzeit in Deutschland rückläufig ist, werden einige dieser Beschränkungen nun wieder gelockert. Weitere Infektionswellen sind jedoch möglich. Ein schützender Impfstoff ist in naher Zukunft noch nicht zu erwarten. Erste Studien mit antiviralen Medikamenten zeigen eine gewisse Wirksamkeit, doch es besteht weiterer Forschungs- und Verbesserungsbedarf. Das Virus ist hoch infektiös und Testmöglichkeiten sind bislang nur eingeschränkt vorhanden. Die tatsächliche Zahl der bereits Infizierten dürfte daher deutlich größer sein als die gemeldeten Fallzahlen.

Ein Großteil der Covid-19-Erkrankungen scheint ähnlich wie Grippeinfekte zu verlaufen und ohne Komplikationen wieder von selbst auszuheilen. Besonders häufige Symptome sind ein Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns, Fieber, Husten, Müdigkeit und Schwäche. Halsschmerzen, laufende Nase und Durchfälle wurden ebenfalls in einigen Fällen beobachtet. Betroffene berichten zum Teil über ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl und eine wiederholte Zu- und Abnahme von Symptomen.

Schwere und verlängerte Verläufe von Covid-19 werden häufiger beobachtet als bei der Influenza. Insbesondere Menschen über 60, Männer, Diabetiker sowie Menschen mit Herz-, Nieren- und Lungenkrankheiten haben ein Risiko von Komplikationen. Es drohen insbesondere Lungenerkrankungen mit Atemnot, die z.T. intensivmedizinisch behandelt werden müssen und mitunter tödlich verlaufen können. Weitere mögliche Komplikationen wie Nierenschäden, Herzinfarkte und Schlaganfälle werden ebenfalls diskutiert. In vielen Ländern sind die Gesundheitssysteme durch zahlreiche Erkrankte bereits überlastet, wodurch die medizinische Versorgung selbst in Notfällen öfter zu kurz kommt und hierdurch weitere Todesfälle auftreten. Die Zahl der gleichzeitigen Infektionen zu reduzieren steht daher vorerst an erster Stelle.

Wie wird die Situation für Leberkranke aktuell eingeschätzt? Die Situation ist sehr dynamisch und unser Wissensstand ändert sich fast täglich. Unser aktueller Stand ist heute wie folgt.

Haben Leberkranke mit Covid-19 häufiger eine schwere Lungenerkrankung?

Stand 29. Juli 2020: Bei schwer Leberkranken mit Zirrhose (insbesondere im fortgeschrittenen Stadium Child-Pugh B und C) sowie Lebertransplantierten werden schwere Covid-19-Verläufe häufiger beobachtet. Ob Leberkrankheiten generell ein unabhängiger Risikofaktor sind, ist noch offen und wird weiterhin untersucht.

Der europäische Hepatologenverband EASL sammelt derzeit Fallberichte über Covid-19 bei Leberkranken im COVID-Hep Registry. Bis zum 27. Juli 2020 lagen 1018 Fallberichte vor, davon 203 mit tödlichem Verlauf. Da es sich um zufällig aus aller Welt eingesendete Fallberichte aus Kliniken handelt und keine kontrollierte Studie, erlaubt dies keine Rückschlüsse auf die Gesamtheit aller Leberkranken. Bei Berichten zu schweren Covid-19-Verläufen zeichnet sich jedoch ein deutlicher Trend ab, dass hier häufiger eine Leberzirrhose vorlag oder Patienten bereits transplantiert waren. 381 von 425 Zirrhosepatienten (90%) mit Covid-19 mussten im Krankenhaus behandelt werden und 137 (32%) verstarben. 129 von 160 Lebertransplantierten mit Covid-19 mussten in die Klinik und 30 (19%) überlebten nicht.

Daten aus Italien sind für Zirrhosepatienten ähnlich besorgniserregend: 17 von 50 Covid-19-Patienten (34%) mit Zirrhose verstarben dort innerhalb der ersten 30 Tage.

Ein Positionspapier von EASL und ESCMID hatte bereits am 2. April gewarnt, dass Viren- und Bakterieninfektionen bei fortgeschrittener Leberzirrhose, nach Lebertransplantation oder Leberzellkrebs häufiger schwer verlaufen und dies auch für Covid-19 gelten könnte. Die aktuellen Daten aus dem COVID-Hep Registry bestätigen diese Warnung für Zirrhosepatienten und Lebertransplantierte. Speziell für Covid-19 bei Leberzellkrebs (HCC) kennen wir derzeit noch keine Daten, wobei viele HCC-Patienten gleichzeitig eine Leberzirrhose haben und bereits hierdurch gefährdet sind.

Es wird diskutiert, dass Fettlebererkrankungen das Risiko schwerer Covid-19-Verläufe ebenfalls erhöhen könnten. Dies könnte zum Einen daran liegen, dass viele Fettleberpatienten gleichzeitig Begleiterkrankungen wie z.B. Diabetes, Adipositas oder Bluthochdruck haben; dies sind bekannte Risikofaktoren. Ob die Leberverfettung selbst eine ungünstige Rolle bei Covid-19 spielen könnte, indem sie z.B. das Immunsystem beeinflusst, ist aktuell umstritten.

Der amerikanische Hepatologenverband AASLD weist darauf hin, dass Patienten mit Alpha-1-Antitrypsinmangel ebenfalls durch Covid-19 stärker gefährdet sein könnten, wenn diese eine chronische Lungenerkrankung haben.

Bislang ist offen, ob Patienten mit chronischer Virushepatitis, PBC, PSC und anderen Lebererkrankungen ein verändertes Risiko für schwere Covid-19-Erkrankungen haben, solange kein schwerer Leberschaden oder andere Begleiterkrankungen vorliegen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) listet generell chronisch Leberkranke als gefährdet auf und unterscheidet dabei nicht nach der Ursache oder dem Krankheitsstadium. Das amerikanische CDC listet ebenfalls generell Leberkranke als Risikogruppe auf.

Erste Beobachtungen in der Hepatologie hatten bis Mitte März noch ein entspannteres Bild vermittelt: Am 16. März 2020 hatte ein Arztbrief aus dem Krisengebiet in Bergamo/Italien berichtet, dass dort bei Leberkranken noch keine Häufung von schweren Covid-19-Verläufen beobachtet worden sei. Ein Bericht im Lancet vom 20. März sah zunächst für die Leber noch „wenig Anlass zur Besorgnis“ und vermutete, dass erhöhte GOT-Werte eher eine Mitreaktion bei Muskelentzündungen sein könnten. Auch eine allgemeine Metaanalyse aus China der ersten 53.000 Covid-19-Kranken vom 20. März erwähnte Lebererkrankungen noch nicht als Risikofaktoren für schwere Covid-19-Verläufe, dafür aber ein Alter über 60, Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Diabetes. Dieses Bild hat sich leider gewandelt: Schon in den darauffolgenden Monaten wurden immer mehr Daten veröffentlicht, die insbesondere bei schwer Leberkranken Anlass zur Sorge geben.

Können Erkrankungen mit Covid-19 auch die Leber belasten?

Stand 29. Juli: Wenn Covid-19 schwer verläuft, scheint es häufiger die Lunge als die Leber zu gefährden. Diskutiert werden zudem Schädigungen anderer Organe wie z.B. der Nieren.

Bei Zirrhosepatienten kann sich die Leberfunktion jedoch unter Covid-19 verschlechtern (Dekompensation). Dieses Risiko bei Zirrhose kennt man bereits von der Influenza und anderen Bakterien- oder Virusinfektionen und aktuelle Daten bestätigen diese Sorge auch für Covid-19. Im Covid-Hep Registry gab es bei 46% der bislang 425 Zirrhosepatienten mindestens ein Dekompensationsereignis: In 28% der Fälle traten ein Wasserbauch (Aszites) und in 26% Hirnstörungen (Hepatische Enzephalopathie) erstmals auf oder verschlechterten sich. Eine Varizenblutung trat in 4% der Zirrhosepatienten mit Covid-19 auf. Da es sich um individuell eingesendete Fallberichte handelt, die meist von Klinikärzten erhoben wurden, könnte dies zwar eine Negativauswahl sein, Risiken für Zirrhosepatienten sind jedoch deutlich erkennbar.

Ob Covid-19 auch bei weniger schwer Leberkranken die Leber belastet oder schädigt, ist unklar und wird weiter untersucht. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Leberpatienten scheint die Leber eher nicht oder nur selten durch Covid-19 zusätzlich geschädigt zu werden; bei besonders schweren Covid-19-Lungenentzündungen sind jedoch auch Schädigungen der Leber möglich, wenn Patienten vorher nicht an der Leber vorerkrankt waren.

Der amerikanische Fachverband AASLD teilte Ende Juni mit, dass bei Covid-19-Patienten in Krankenhäusern mitunter erhöhte Leberwerte gesehen wurden. Wie häufig dies war, schwankte je nach Studie stark zwischen 14% bis 58%. Beobachtet wurde dies bei schwerer erkrankten Covid-19-Patienten, die in die Klinik mussten. Wenn erhöhte Leberwerte beobachtet wurden, waren dies insbesondere die GOT- und GPT-Werte. Zum Teil gab es leichte Bilirubinanstiege. In den meisten Fällen normalisierten sich angestiegene Leberwerte nach der Heilung von Covid-19 wieder vollständig. Dauerhafte bzw. ernste akute Leberschäden oder gar Leberversagen bei Covid-19-Kranken scheinen seltene Ausnahmen zu sein und sich bislang eher auf schwer Lungenkranke zu beschränken. Ein niedriges Albumin bei Covid-19-Patienten ist jedoch ein Warnzeichen – in diesem Fall allerdings mehr für die Lunge als für die Leber.

Das Positionspapier EASL/ESCMID sieht Lungenkomplikationen als größte Gefahr auch für Leberkranke. Bezüglich Leber äußerten sich die Verbände am 2. April noch zurückhaltender: Es sei „eher unwahrscheinlich, dass eine SARS-CoV-2-Infektion in einem Ausmaß Leberschäden verursacht, welches substanziell zur Gesamtbelastung der Krankheit beiträgt.“ Ein Update des Positionspapiers ist geplant und wird die aktuellen Daten und Erkenntnisse berücksichtigen.

Der AASLD bezeichnet die erhöhten Leberwerte dagegen als „Leberschädigung“ („liver injury“). Diese sei meist vorübergehend und in der Regel sei keine spezielle Behandlung erforderlich. Bei dieser Leberschädigung sei es jedoch schwer zu unterscheiden, ob das Sars-Cov-2-Virus direkt oder indirekt dazu geführt habe, oder ob Medikamentennebenwirkungen eine Rolle gespielt hätten. Mehrere Therapieansätze für Covid-19 wie z.B. Remdesivir könnten in einigen Fällen lebertoxisch wirken. Dennoch erklärt AASLD, dass man Leberkranke mit schweren Covid-19-Verläufen nicht generell von experimentellen Therapieversuchen ausschließen soll. Wenn die Leberwerte GOT oder GPT jedoch mehr als fünffach erhöht sind, weist dies auf eine starke Leberentzündung hin. Dies kann laut AASLD „bei einigen experimentellen Medikamenten“ dann doch eine Kontraindikation sein.

Warnung: Immunsuppressiva nicht eigenständig absetzen!

Das Europäische Referenznetzwerk für seltene Lebererkrankungen ERN-RARE LIVER (mit Sitz am Uniklinikum Hamburg) warnte kürzlich, dass Transplantierte sowie Patienten mit autoimmuner Hepatitis keinesfalls „in Eigenregie“ ihre Immunsuppressiva absetzen oder reduzieren sollten. Der Gedanke, hierdurch vermeintlich das Immunsystem zu stärken, kann für Patienten verheerende Folgen haben, wie z.B. Abstoßungen von transplantierten Lebern und schwere Entzündungsschübe bei autoimmuner Hepatitis.

Auch Dosisreduktionen von Immunsuppressiva sollten, wenn überhaupt, nur in enger Absprache mit den Fachärzten erfolgen; ob diese generell sinnvoll sind, ist umstritten. Während der amerikanische Fachverband AASLD in einigen Fällen Dosisreduktionen vorschlägt, raten die europäische Fachverbände EASL und ESCMID hiervon derzeit in den meisten Fällen ab. Im Zweifelsfall sollten Patienten unter Immunsuppressiva mit ihren Ärzten Rücksprache halten, ob sie die Therapie unverändert weiterführen sollen oder eine Umstellung empfohlen wird.

Andere medikamentöse Therapien sollten ebenfalls so weitergeführt werden wie von den behandelnden Ärzten empfohlen.

Die Frage, welche Rolle Immunsuppressiva bei Covid-19 spielen, ist noch nicht abschließend geklärt. Bei schweren Covid-19-Verläufen sind möglicherweise auch fehlgesteuerte Immunreaktionen beteiligt. Daher wird auch geprüft, ob Immunsuppressiva unter bestimmten Umständen sogar nützlich sein könnten.

Mitte Juni ging hier eine positive Meldung durch die Presse: Das Immunsuppressivum Dexamethason konnte in einer britischen Studie die Überlebensschancen von schwer kranken Covid-19-Patienten verbessern. Bei künstlich beatmeten Patienten war das Überleben unter Dexamethason ein Drittel höher, und bei Patienten, welche zusätzlich Sauerstoff erhielten, um ein Fünftel. Bei anderen Covid-19-Patienten, die keinen zusätzlichen Sauerstoff oder gar eine Beatmung benötigten, machte das Medikament keinen Unterschied.

Ein anderes Immunsuppressivum namens Tocilizumab wurde in einer italienischen Studie untersucht, erwies sich jedoch Ende Juli 2020 als wirkungslos gegen Covid-19.

Umgang mit Arzt- und Klinikterminen

In vielen Kliniken werden seit Wochen die Abteilungen für Covid-19-Patienten so abgetrennt, dass sich ihre Wege dort mit anderen Patienten möglichst nicht kreuzen und auch in Wartezimmern größerer Abstand zu anderen Wartenden möglich ist. Hiermit will man die Möglichkeit erhalten und wieder ausweiten, Patienten mit anderen Grunderkrankungen zu betreuen und bestmöglich vor Infektionen zu schützen. Aktuell werden Vorsorgeuntersuchungen z.B. für Krebs und Impfangebote (z.B. wichtige Impfung gegen Pneumokokken, im Herbst gegen Influenza) in einigen Praxen und Kliniken langsam wieder hochgefahren. Wenn Sie vor einem Termin unsicher sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrer Praxis oder Klinik auf, um sich über Schutzmöglichkeiten vor Ort und die Auschiebbarkeit/Dringlichkeit Ihres Termins zu informieren. Da uns die Coronakrise möglicherweise noch länger als ein Jahr begleiten wird, kann ein langes Zuwarten bei Arztterminen für Ihre Leberkrankheit oder andere Grunderkrankungen schädlich sein. Daher sollten Sie sich bestmöglich schützen, aber wichtige Arzttermine nicht zu lange aufschieben. Sprechtermine können in einigen Fällen ggf. auch telefonisch erfolgen und Rezepte per Post versendet werden. Ob dies möglich ist, können Sie in Ihrer Praxis oder Klinik erfragen.

Ausblick

Der Wissensstand und die Risikobewertung können sich durch neue Erkenntnisse jederzeit ändern. Dies werden wir an dieser Stelle schnellstmöglich updaten, bitte besuchen Sie daher diese Seite regelmäßig (z.B. einmal wöchentlich). Es gibt zudem Fallberichte über Komplikationen auch bei Menschen, die jünger sind und nicht bekannten Risikogruppen angehören. Befolgen Sie daher bitte unbedingt alle offiziell empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen, wie z.B. gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette, Maskenpflicht z.B. in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, Abstand zu Erkrankten und Meiden von Menschenansammlungen; Links mit Informationen hierzu finden Sie weiter unten.

Ideale Dauer des Händewaschens: 20 bis 30 Sekunden

Weitere Informationen

Allgemeine telefonische Beratung rund um das Thema SARS-CoV-19 finden Sie unter folgenden Rufnummern:

Tel. 0800/0117722: Unabhängige Patientenberatung Deutschland/Bundesgesundheitsministerium (Mo-Do. 8 bis 18 Uhr, Fr 8 bis 12 Uhr)
Tel. 115 (www.115.de): Einheitliche Behördenrufnummer (Mo-Fr. 8 bis 18 Uhr)
Bei örtlichen Gesundheitsämtern sind zum Teil ebenfalls spezielle Rufnummern geschaltet, die Sie auf den jeweiligen Webseiten dieser Ämter finden.
Aktuell beginnen auch Krankenkassen, eigene Hotlines zur Beratung einzurichten. Diese finden Sie auf den Webseiten der jeweiligen Krankenkasse.
Mit längeren Wartezeiten muss aktuell gerechnet werden.

Wenn Sie befürchten, infiziert zu sein:

Bitte kontaktieren Sie zunächst telefonisch Ihre Hausarztpraxis und lassen Sie sich beraten. Gehen Sie nicht unangemeldet in die Praxis, sondern vereinbaren Sie einen Termin, damit man dort die Ansteckungsrisiken für Personal und andere Patienten minimieren kann. Wenn Ihre Hausarztpraxis nicht erreichbar ist und Sie medizinische Hilfe benötigen, können Sie auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 rund um die Uhr deutschlandweit erreichen.
Bitte wählen Sie nicht (!) den Notruf allein aufgrund eines Infektionsverdachts, damit die Leitung nicht für akut dringende Notfälle blockiert ist (z.B. schwere Atemnot, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Varizenblutungen, Brände).

Aktuelle Informationen zu Schutzmaßnahmen, Verbreitung und Verhalten bei Infektionen finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums (anklickbare Links in roter Schrift):

Robert-Koch-Institut, Übersichtsseite
Robert-Koch-Institut, häufige Fragen zu Covid-19
Bundesgesundheitsministerium, Übersichtsseite
Bundesgesundheitsministerium, rechtliche und praktische Hinweise bei häuslicher Quarantäne (PDF-Datei)

In englischer Sprache bieten auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das europäische ECDC umfassende Informationen:

Weltgesundheitsorganisation (WHO), Übersichtsseite
European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), Übersichtsseite

Um den Verlauf von Covid-19 bei chronischen Leberkrankheiten besser zu verstehen, hat der europäische Fachverband EASL unter https://covid-hep.net/ ein Register eingerichtet. Auch das Europäische Referenznetzwerk für seltene Lebererkrankungen (ERN-RARE LIVER) wird ein solches Register speziell ins Leben rufen.

Wir verfolgen das Geschehen online auf unserer Seite und bleiben per E-Mail erreichbar (beratung@leberhilfe.org sowie lebenszeichen@leberhilfe.org).

Bitte überprüfen Sie auch diese Seite regelmäßig. Wenn es für Leberkranke Neuigkeiten gibt, werden wir diesen Artikel entsprechend aktualisieren.

Ihre Deutsche Leberhilfe e.V.

 

Erstmals veröffentlicht am 26.2.2020, zuletzt aktualisiert am 29.07.2020.

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