3. Oktober

Leberkrebs: Prävention und Früherkennung können Leben retten und verlängern

Köln, 3. Oktober 2025. Im Oktober ist Leberkrebs-Awareness-Monat, welcher auf die Risiken, Präventionsmöglichkeiten und modernen Therapien bei Leberkrebs aufmerksam macht. Leberkrebs ist weltweit die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache. Viele Erkrankungen könnten jedoch durch Aufklärung und Vorsorge verhindert werden – und auch die Behandlungsmöglichkeiten für Leberkrebs haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert.

Wer ist besonders gefährdet?

Leberkrebs tritt meist bei Menschen auf, die bereits seit Jahren an einer chronischen Lebererkrankung leiden – etwa durch Hepatitisviren, Alkoholmissbrauch, Fettleber oder seltene Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen. Viele dieser Grunderkrankungen sind heute gut behandelbar, lange bevor das Krebsrisiko überhaupt ansteigt. Häufig werden Lebererkrankungen jedoch zu spät erkannt, da sie über lange Zeit keine eindeutigen Symptome verursachen – oder nur unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Gelenkschmerzen. Chronische Entzündungen können zu einer Vernarbung der Leber führen, einer Leberzirrhose. Zirrhose erhöht das Risiko von Leberkrebs. Bestimmte Lebererkrankungen wie Hepatitis B und Fettleberentzündung (MASH) können schon vor dem Zirrhosestadium zu Leberkrebs führen.

Zwei Arten von Leberkrebs sind besonders verbreitet: Leberzellkrebs (hepatozelluläres Karzinom) entsteht häufiger bei Zirrhose und chronischen entzündlichen Lebererkrankungen. Gallengangskrebs (Cholangiokarzinom) kann durch solche Erkrankungen ebenfalls begünstigt werden, besonders hoch ist das Risiko aber bei chronischen Gallenwegserkrankungen.

Früherkennung und moderne Therapien

Eine frühzeitige Diagnose von Leberkrebs ist wichtig: Wird Leberkrebs im Frühstadium erkannt, kann er manchmal operativ entfernt oder durch eine Lebertransplantation behandelt werden. Dies ist eine Heilungschance. Im fortgeschrittenen Stadium stehen verschiedene lokale und systemische Therapien zur Verfügung, darunter moderne Immuntherapien, die das Leben deutlich verlängern können. Die Therapie wird individuell im spezialisierten Tumorzentrum festgelegt, wo Expertenteams aus verschiedenen Fachrichtungen gemeinsam beraten.

Vorsorge und Prävention

Chronisch Leberkranke sollten regelmäßig Ultraschalluntersuchungen wahrnehmen, insbesondere bei Zirrhose oder bestimmten Gallenwegserkrankungen. Auch Impfungen gegen Hepatitis B, ein gesunder Lebensstil, maßvoller Alkoholkonsum und Rauchverzicht senken das Risiko erheblich. Die beste Prävention gegen Leberkrebs ist die Vermeidung von Lebererkrankungen.

Fazit

Leberkrebs ist eine ernste, aber oft vermeidbare Erkrankung. Aufklärung, Vorsorge und moderne Therapien bieten heute bessere Chancen als je zuvor. Die Deutsche Leberhilfe e.V. informiert und berät Betroffene und Interessierte bundesweit.

 

Wer ist die Deutsche Leberhilfe e.V.?

Die Deutsche Leberhilfe e.V. wurde 1987 von engagierten Patienten gegründet. Der gemeinnützige Verein ist bundesweit tätig und hat sich als Informationsschnittstelle zwischen Ärzten und Leberpatienten etabliert. Die Leberhilfe verfolgt als Hauptziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, indem sie Patienten und ihre Angehörigen berät und Informationsschriften in verständlicher Sprache herausgibt. Ein weiteres Ziel des Vereins ist, die Bevölkerung über mögliche Ursachen, Verlauf, Therapie und Verhütung von Leberkrankheiten zu informieren. Langfristig soll dies dazu beitragen, Vorurteile zu entkräften und den schlechten Ruf der Lebererkrankungen als „selbstverschuldete” Krankheiten zu verbessern. Der Verein wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet und hat in Köln seine Geschäftsstelle, die mit erfahrenen Mitarbeitern besetzt ist. Bei medizinischen Fragen wird die Leberhilfe von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Dieser besteht aus namhaften Fachärzten und Wissenschaftlern, die die Richtigkeit, Aktualität und Seriosität der medizinischen Informationen gewährleisten.

 

Kontakt:

Deutsche Leberhilfe e.V.
Krieler Str. 100 – 50935 Köln
www.leberhilfe.org
Patientenberatung: info@leberhilfe.org
Tel.: 0221/2829980
Redaktion (V.i.S.d.P. Ingo van Thiel): lebenszeichen@leberhilfe.org, Tel. 0221/2829991

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