24. Juni

Erfahrungsbericht: Hepatitis C, Zirrhose und Corona-Impfung

Als Folge einer langjährigen Hepatitis-C-Infektion leide ich, 69 Jahre alt, inzwischen an einer Leberzirrhose Child-Pugh B.

Brauche ich also noch ein Coronavirus mit dem Risiko eines schweren Verlaufs? Ganz bestimmt nicht. Für mich war klar, ich würde mich mit jedem der in Europa zugelassenen Impfstoffe impfen lassen. Am 23. März 2021 war es dann soweit – die erste Impfung stand an. Verimpft wurde an diesem Tag überwiegend das Vakzin von BioNTech. Was ich spürte, war der kleine Pieks wie bei jeder anderen Spritze auch. Nebenwirkungen, auch in den Tagen danach, gab es keine. Damit hatte ich dann meinen ersten „Schutz“ gegen schwere Verläufe bei einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus. Kurze Zeit später hatte ich dann Post im Briefkasten – zweiter Impftermin war dann der 4. Mai. Meine Frau brachte mich an diesem Tag zum hiesigen Impfzentrum. Zugeben muss ich, dass zwischenzeitliche Meldungen über Nebenwirkungen der Impfung mich auch etwas unsicherer werden ließen. Ein Zurück gab es für mich jedoch auf keinen Fall. Dieses Mal spürte ich aber noch nicht mal den Einstich.

Etwa vier Stunden nach der Impfung wurde ich etwas müde. Dies entsprach übrigens der „Prophezeiung“ des Impfarztes. Im Grunde wartete ich auf mögliche Nebenwirkungen. Nach erholsamem Schlaf wachte ich am nächsten Morgen auf – und verspürte nichts. Keine besonderen Wehwehchen, keine Schmerzen, einfach nichts. Und das blieb auch in den Folgetagen so. Der Erfolg: Ich genieße nun seit 18. Mai den größtmöglichen „Schutz“ gegen das Coronavirus. Selbstverständlich bleibe ich vorsichtig, trage weiterhin meinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz, wasche gründlich meine Hände und halte Abstand.

Axel Müller

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