11. Juni

Internationaler NASH-Tag am 12. Juni 2020

Am 12. Juni ist International NASH Day, welcher vom Global Liver Institute (GLI) ausgerichtet wird. Die Deutsche Leberhilfe e.V. freut sich, diesen Aufklärungstag als Partnerorganisation auch hierzulande zu unterstützen.

Mit einem Klick auf dieses Banner gelangen Sie zur internationalen Webseite international-nash-day.com des Global Liver Institute.

Nicht-akoholische Fettlebererkrankungen (NAFLD) sind insbesondere in Industrienationen weit verbreitet. Der Hauptgrund: Immer mehr Menschen leiden an Adipositas und Übergewicht. Überschüssiges Fett zeigt sich nicht nur äußerlich, sondern reichert sich auch in Leberzellen an. Eine alleinige Fettleber ist bereits ungesund. Besonders bedenklich sind jedoch Verläufe, bei denen sich die Fettleber zusätzlich entzündet: Dann spricht man von einer nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH). Weltweit sind nach Schätzungen des Global Liver Institute mehr als 115 Millionen Menschen von NASH betroffen. Eine Zahl, die sich bis zum Jahr 2030 verdoppeln könnte.

Eine NASH kann zur chronischen, voranschreitenden Lebererkrankung werden. Bei einem Teil der Betroffenen kann NASH zu Zirrhose und Leberzellkrebs führen, dem hepatozellulären Karzinom. Anders als bei vielen anderen Lebererkrankungen kann Leberzellkrebs bei NASH bereits auftreten, wenn noch keine Leberzirrhose vorliegt.

Die Erkrankung bei NASH bleibt dabei nicht immer auf die Leber beschränkt: NASH erhöht auch das Risiko für Gefäß- und Herzerkrankungen und Diabetes.

Fettlebererkrankungen und NASH führen häufig nicht zu eindeutigen Symptomen. Symptome wie z.B. Müdigkeit und Antriebsschwäche können vielfältige Ursachen haben und lassen nicht immer sofort an eine Fettleber denken. Daher bleiben viele NASH-Patienten undiagnostiziert und es ist von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen.

Lebensstiländerungen mit ausgewogener Ernährung und vermehrter Bewegung sind nach wie vor die Therapie erster Wahl bei Fettlebererkrankungen und NASH. In Studien wird auch nach medikamentösen Therapien für NASH geforscht, aktuell ist jedoch keine Behandlung für NASH zugelassen; und selbst wenn es künftig Medikamente gegen NASH gibt, werden diese kein Ersatz für Lebensstiländerungen sein.

Im Zeitalter des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es auch für viele Fettleberpatienten Grund zur Sorge: Denn oft haben diese Begleiterkrankungen wie Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen, welche bekannte Risikofaktoren für schwere Covid-19-Verläufe sind. Ob eine Fettleber allein ebenfalls das Risiko für schwere Covid-19-Erkrankungen erhöht, ist aktuell noch unklar und wird weiter erforscht. Bei Leberzirrhose und Lebertransplantierten wurde bereits ein erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Verläufe beobachtet. Das Robert-Koch-Institut listet vorsichtshalber alle chronisch Leberkranken als Risikogruppe auf. Grundsätzlich sollten auch Fettleberpatienten alle offiziell empfohlenen Schutzmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus befolgen und Risikofaktoren entgegenwirken: Hierzu gehört, Übergewicht zu reduzieren und Begleiterkrankungen wie z.B. Diabetes oder Bluthochdruck gut einzustellen. Um gefährliche Doppelinfektionen mit anderen Viren zu vermeiden, sollten auch wichtige Impfungen gegen Influenza, Pneumokokken sowie Hepatitis A und B erfolgen.

Mehr Aufklärung zu Fettlebererkrankungen und NASH tut not. Die Deutsche Leberhilfe e.V. freut sich, den International NASH Day als Partner des Global Liver Institute auch hierzulande online zu begleiten – ebenso wie über 80 Partnerorganisationen weltweit. Am 12. Juni wird das Global Liver Institute insgesamt sechs Onlineveranstaltungen rund um das Thema NASH abhalten. Diese finden in englischer Sprache statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Global Liver Institute unter international-nash-day.com/virtual-panels. Sie können auch direkt auf dieses Banner klicken:

Über das Global Liver Institute
Das Global Liver Institute ist eine 501(c)(3) steuerbefreite gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Washington, D.C., Vereinigte Staaten. Das GLI ist die einzige gemeinnützige Organisation für Lebergesundheit, die in den USA und Europa tätig ist. Es setzt sich dafür ein, dass der Lebergesundheit der Stellenwert in der globalen öffentlichen Gesundheitsagenda eingeräumt wird, der ihrer Prävalenz und ihren Auswirkungen angemessen ist. Die Hauptaufgabe des GLI besteht darin, die Effektivität der Leber-Community zu stärken, indem es Innovation, Zusammenarbeit und die Skalierung optimaler Ansätze zur vollständigen Heilung von Lebererkrankungen fördert.Weitere Informationen zum GLI finden Sie unter www.GlobalLiver.org. Folgen Sie dem GLI auf Twitter und Facebook unter @GlobalLiver und auf Instagram unter @globalliverinstitute.

Deutsche Leberhilfe e.V.

 

Downloads und weitere Informationen zum International NASH Day:

  • Unsere gemeinsame Pressemeldung mit dem Global Liver Institute können Sie hier herunterladen, indem Sie auf das Bild unten klicken:

    Pressemeldung IND 2020

    Pressemeldung zum International NASH Day

Das Global Liver Institute hat drei Informationsflyer in deutscher Sprache zu folgenden Themen veröffentlicht. Diese können Sie als PDF-Dateien öffnen bzw. herunterladen, indem Sie auf die Symbole klicken:

Flyer NAFLD/NASH: Bin ich gefährdet?

Flyer NAFLD bzw. NASH: Wurde bei Ihnen diese Diagnose gestellt?

Flyer Pädiatrische NASH (NASH bei Kindern)

 

 

 

 

 

 

 

Hintergrundinformationen der Leberhilfe zu Fettlebererkrankungen finden Sie in unserer Powerpoint-Präsentation zum NASH-Tag sowie in unserer Broschüre „Nicht-akoholische Fettleber – NAFL und NASH“ im PDF-Format. Klicken Sie auf die Bilder unten, um die Broschüre oder die Powerpoint zu öffnen bzw. herunterzuladen:

Broschüre Nicht-alkoholische Fettleber

Powerpoint-Präsentation zum International NASH Day 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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