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Tumore (HCC/CCC)

Was ist das?

Es gibt verschiedene bösartige Tumoren der Leber. Ein Teil dieser Tumore entsteht primär in der Leber und ist meistens die Folge einer langjährigen, chronischen Lebererkrankung; am wichtigsten sind hier das hepatozelluläre Karzinom (HCC / Leberkrebs) und das Cholangiokarzinom (CCC / Gallengangskrebs). Die Leber ist jedoch auch häufig von Metastasen anderer Tumoren betroffen.

Wie lang dauert es, bis Leberkrebs entsteht?

Völlig unterschiedlich. Bei einer chronischen Leberkrankheit können Jahre bis Jahrzehnte vergehen, bis ein Leberkrebs entsteht. Einmal vorhanden, kann Leberkrebs jedoch rasch wachsen und innerhalb von Monaten bzw. wenigen Jahren zum Tode führen.

Was sind die Symptome?

Die Symptome sind oft unspezifisch, manche Betroffenen spüren lange nichts. Möglich sind jedoch auch akute Beschwerden wie Gelbfärbung, Übelkeit und Mattigkeit. Patienten mit chronischer Leberkrankheit sollten sich regelmäßig mit Ultraschall untersuchen und ihren AFP-Wert im Blut überprüfen lassen, welcher ein indirekter Marker für eine Tumorerkrankung sein kann.

Wer ist gefährdet?

Menschen mit chronischer Leberkrankheit, insbesondere im Zirrhosestadium; Menschen, die oft mit dem Schimmelpilzgift Alfatoxin in der Nahrung zu tun haben; Menschen mit anderen bösartigen Tumoren wie z.B. Darm- oder Brustkrebs.

Wie weit ist Leberkrebs verbreitet?

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Institutes erkranken jährlich etwa 8.300 Menschen in Deutschland an Leberkrebs.

Wie wird Leberkrebs behandelt?

Dies ist je nach Patient und Tumor unterschiedlich. Im Idealfall kann ein Tumor operativ entfernt werden, was eine Heilung ermöglicht. In ausgewählten Fällen ist es möglich, die gesamte Leber zu transplantieren. Ist dies nicht machbar, kann man versuchen, das Tumorgewebe auf andere Art zu zerstören, wie z.B. Überhitzung, Vereisung, Bestrahlung oder gezieltes Einspritzen von Chemotherapeutika oder Alkohollösung. Speziell beim primären Leberzellkrebs (aber nicht bei Metastasen) ist inzwischen auch das Medikament Sorafenib zugelassen. Abgesehen von der Operation sind alle hier genannten Methoden palliativ, sie dienen also vor allem der Lebensverlängerung; eine vollständige Heilung des Tumors ist dadurch eher nicht zu erwarten. Welche Therapie Erfolg verspricht, hängt jedoch davon ab, wie groß und wie zahlreich die Tumoren in der Leber sind und um welche Art von Tumor es sich handelt. Diese Frage muss immer im Einzelfall mit den untersuchenden und behandelnden Ärzten geklärt werden.

Köln | 11/2013 | Redaktion Leberhilfe

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