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Hepatitis E

Was ist das?

Hepatitis E ist eine Leberentzündung, die durch das Hepatitis-E-Virus verursacht wird. Dieses Virus gilt in Deutschland und anderen Industriestaaten als eher selten und wird öfter in Indien oder Afrika gefunden. Seitdem häufiger auf diese Infektion getestet wird, steigen jedoch auch in Deutschland und Europa die gemeldeten Fallzahlen. Die Infektion verläuft in der Regel akut, heilt gewöhnlich ohne Folgen von selbst aus und wird meist nicht chronisch. Für Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel kann das Hepatitis-E-Virus jedoch lebensgefährlich werden und in bis zu 20% zum Tode führen. Bei Transplantierten, Dialyse- und HIV/AIDS-Patienten oder anderen Gründen für eine Immunsuppression sind auch chronische Verläufe möglich.

Wie ist die durchschnittliche Inkubationszeit?

ca. zwei bis neun Wochen.

Wie kann man sich anstecken?

Verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel, selten auch durch enges Zusammenleben mit Infizierten. Möglicherweise kann der Genotyp 3 des Hepatitis-E-Virus auch durch Tiere (z.B. Schweine) übertragen werden. 

Was sind die Symptome?

Ein Teil der Patienten entwickelt keine Symptome, andere leiden an Müdigkeit, Fieber, dunklem Urin oder Gelbfärbung der Haut bzw. Augen.

Wie wird Hepatitis E diagnostiziert?

Das Blut kann auf HEV-Antikörper untersucht werden. Bei schwachem Immunsystem (z.B. bei HIV oder nach Transplantation) kann man auch das Blut oder den Stuhl mit einem PCR-Test direkt auf das Virus untersuchen (HEV-RNA).

Wie wird Hepatitis E behandelt?

Derzeit gibt es keine anerkannte oder zugelassene Therapie gegen akute bzw. chronische Hepatitis E. In kleinen, experimentellen Studien konnten chronische HEV-Infektionen erfolgreich mit Ribavirin behandelt werden. Diese Daten werden weiter untersucht.

Wie weit ist Hepatitis E verbreitet?

Hepatitis E wird Europa relativ selten gefunden, ist aber eventuell unterdiagnostiziert. Sie findet sich eher im Mittleren Osten, Südost- und Zentralasien, Afrika und Südamerika.

Wer ist gefährdet?

Reisende in Risikogebiete oder Menschen, die in Gebieten mit hoher Hepatitis-E-Verbreitung leben. Der Verzehr von ungekochtem Fleisch oder Innereien von Wild- und Hausschweinen könnte ebenfalls einen Übertragungsweg darstellen.

Wie kann man sich schützen?

Bislang ist noch kein Impfstoff gegen Hepatitis E allgemein verfügbar, dies könnte sich jedoch in naher Zukunft ändern. In Risikogebieten sollten Trinkwasser desinfiziert und ungekochte Speisen vermieden werden. Transplantierte und HIV-Patienten sollten vermeiden, rohes oder unzureichend gekochtes Fleisch (insbesondere Schweinefleisch) zu verzehren.


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