Allgemeines
Welt-Krebs-Tag am 4.2.2010: Schwerpunkt auf Hepatitis B und C
Der diesjährige Welt-Krebs-Tag warnt vor Infektionskrankheiten, welche Krebs auslösen können. Unter diesen Erregern gehören die Hepatitis-B- und -C-Viren zu den häufigsten Krebsursachen.
Charles Gore, Präsident der World Hepatitis Alliance (WHA) und Cary Adams, Geschäftsführer der International Union Against Cancer (UICC) warnen in einem gemeinsamen Schreiben, dass jedes Jahr weltweit schätzungsweise 598.000 Menschen an Leberkrebs sterben. Vier von fünf dieser Leberzellkarzinomen sind Spätfolgen einer chronischen Hepatitis B oder C.
Viele dieser Erkrankungen wären vermeidbar: Gegen Hepatitis B steht eine Impfung zur Verfügung. Gegen Hepatitis C ist zwar bislang kein Impfstoff in Sicht, jedoch kann diese durch Schutzmaßnahmen gegen Blutkontakt vermieden werden. Doch selbst bei chronischer Hepatitis B und C kann eine rechtzeitige Therapie verhindern, dass Spätfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs entstehen. Hepatitis C wird immer häufiger zur heilbaren Erkrankung, chronische Hepatitis B lässt sich durch geeignete Therapien wirksam in Schach halten.
Die Weltverbände WHA und UICC begehen den diesjährigen Welt-Krebs-Tag Hand in Hand, um auf das gewaltige Ausmaß des Problems hinzuweisen. Hierzu werden einheitliche Informationsmaterialien erstellt und eine gemeinsame Medienkampagne durchgeführt.
Die Deutsche Leberhilfe e.V. begrüßt, dass zwei globale Hepatitis- und Krebsverbände erstmals einen Aktionstag gemeinsam begehen. Je mehr Institutionen an einem Strang ziehen, desto besser lässt sich das globale Problem der Hepatitis B und C bekämpfen.




