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Allgemeines

Hepatitis C: Telaprevir ist in Europa zugelassen

Der Proteasehemmer Telaprevir wurde am 20. September in Europa und damit auch Deutschland für die Therapie der Hepatitis C zugelassen. Telaprevir wird dreimal täglich als Tablette eingenommen und behindert den Genotyp 1 des Hepatitis-C-Virus in seiner Vermehrung. Die Substanz wird mit Peg-Interferon und Ribavirin kombiniert und erhöht die Heilungsraten dieser Therapie deutlich. Als Einzelsubstanz kann Telaprevir nicht gegeben werden, da das Virus sonst schnell mutiert und resistent wird. Telaprevir (Produktname Incivo®) ist speziell gegen den Genotyp 1 des Hepatitis-C-Virus gerichtet und nur für diesen zugelassen. Telaprevir wird in den ersten 12 Wochen zur Peg-Interferon/Ribavirin-Therapie als dritte Substanz hinzugegeben. Anschließend werden Peg-Interferon und Ribavirin je nach Patient und Therapieansprechen noch 12 oder 36 weitere Wochen alleine weiter gegeben; insgesamt dauert die Therapie also entweder 24 oder 48 Wochen.

Mögliche Nebenwirkungen von Telaprevir umfassen Hautausschläge, Blutbildveränderungen und Kopfschmerzen; diese Begleiterscheinungen kommen zu den Nebenwirkungen des Peg-Interferons und Ribavirins hinzu. Zudem müssen mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachtet werden.

Im Juli 2011 wurde eine ähnliche Substanz namens Boceprevir in der EU zugelassen. Boceprevir (Produktname Victrelis®) wird ebenfalls mit Peg-Interferon und Ribavirin kombiniert.

Die neuen Dreifach-Therapien (Tripeltherapien) mit Telaprevir bzw. Boceprevir, Peg-Interferon und Ribavirin können nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden, die ein geeignetes Nebenwirkungsmanagement anbieten. Eine Auswahl solcher Ärzte - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - finden Sie hier.

 

Quelle: Pressemeldung von natap.org: "NATAP: Telaprevir in Europe Approved"

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